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Das Medion P10506 hat einen 10,1 Zoll großen IPS-Touchscreen mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln. Inhalte sollten entsprechend scharf und klar dargestellt werden. Im Tablet steckt Intels Quad-Core-Prozessor Atom X5-Z8300, der mit einer Taktrate von 1,84 GHz läuft. Zudem gibt es intern 2 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte Flash-Speicher, davon stehen dem Nutzer 27 GByte zur Verfügung. Falls der interne Speicher nicht ausreicht, kann in den Steckplatz eine Micro-SD-Card mit bis zu 128 GByte eingesteckt werden.Für die Steuerung von Fernseher, Blu-ray-Player und Co. gibt es einen Infrarotsender. Als weitere Besonderheit hat das Tablet einen eigenen HDMI-Ausgang, um es darüber unkompliziert mit Fernseher oder Beamer zu verbinden.

Für Schnappschüsse gibt es auf der Gehäuserückseite eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und vorne eine 2-Megapixel-Kamera, die vor allem für Videotelefonate gedacht ist. Das Tablet hat keine Mobilfunkeinheit und ist mit WLAN-n und Bluetooth 4.0 ausgestattet. Auch ein GPS-Empfänger ist eingebaut, einen NFC-Chip gibt es nicht.Medion bringt das Tablet noch mit Android 5.1 alias Lollipop auf den Markt. Ob ein Update auf eine aktuelle Android-Version erscheinen wird, ist nicht bekannt.Das Medion-Tablet steckt in einem 154 x 257 x 8,2 mm großen Metallgehäuse und wiegt 505 Gramm. Im Tablet befindet sich ein fest verbauter 7.000-mAh-Akku, der laut Medion eine lange Akkulaufzeit liefern soll. Nähere Angaben gibt es dazu nicht.Mit dem Desire 628 bringt HTC ein Android-Smartphone im Mittelklassebereich nach Deutschland. Das Gerät hat einen Achtkern-Prozessor, ein 720p-Display und eine 13-Megapixel-Kamera. Erhältlich ist es in zwei Speichervarianten zu je unterschiedlichen Preisen. HTC hat den Deutschland-Start seines Android-Smartphones Desire 628 bekanntgegeben. Das Gerät wird in Deutschland in zwei Speichervarianten erhältlich sein. Die Ausstattung des Desire 628 liegt im Mittelklassebereich.

Das Super-LC-Display ist 5 Zoll groß und hat eine Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln. Das ergibt eine Pixeldichte von 293 ppi. Im Inneren des Smartphones arbeitet ein Octa-Core-Prozessor von Mediatek (MTK6753) mit einer Taktrate von 1,3 GHz, der Arbeitsspeicher ist je nach Größe des Flash-Speichers unterschiedlich groß: Das Modell mit 16 GByte eingebautem Speicher hat 2 GByte RAM, das Modell mit 32 GByte Flash-Speicher kommt mit 3 GByte RAM. Beide Varianten haben einen eingebauten Steckplatz für Micro-SD-Karten.Auf der Rückseite des Desire 628 ist eine 13-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Dual-Blitz eingebaut. Die Anfangsblende des Objektivs liegt bei f/2.0. Die Frontkamera hat 5 Megapixel.

Das Desire unterstützt Cat4-LTE, Nutzer können zwei SIM-Karten gleichzeitig verwenden. WLAN beherrscht das Smartphone nach 802.11bgn, Bluetooth läuft in der Version 4.1. Ein GPS-Empfänger mit Glonass-Unterstützung ist eingebaut, auf einen NFC-Chip müssen Käufer verzichten.Das Desire 628 wird mit der veralteten Android-Version 5.1 ausgeliefert, auf der die Benutzeroberfläche Sense 7 läuft. Der Akku hat eine Nennladung von 2.200 mAh. Das Gehäuse des Smartphones ist aus Kunststoff.Das Desire 628 kostet in Deutschland in der 16-GByte-Version 200 Euro, für die 32-GByte-Variante müssen Käufer 230 Euro zahlen. Das Smartphone gibt es in den Farbkombinationen Dunkelblau-Rot und Weiß-Blau.

Die echte und die virtuelle Welt interagieren miteinander: Intels Project Alloy ist ein kabelloses Head-mounted Display mit mehreren Tiefenkameras, die Hände und beliebige Objekte erfassen.
Brian Krzanich hat das Intel Developer Forum 2016 mit einem sogenannten Merged-Reality-Headset eröffnet: Der Intel-Chef zeigte während seiner Eröffnungsrede das Project Alloy, ein drahtloses Head-mounted Display. Der Prototyp integriert neben einem Akku und einem Skylake-Chip der Core-Reihe auch ein doppeltes Realsense-Tiefenkameramodul. Eingeführt wurde das System mit einem Reallife-Trailer, in dem der Headset-Nutzer auf einer Poolparty die Szene einfrieren und Schabernack treiben kann, etwa Gäste per Fingerschnippen ins Wasser fallen lassen. Die eigentliche Demo konnte grafisch nicht mithalten, sondern zeigte eine simpel gehaltene Innenraumszene. Der Clou ist, dass durch die Tiefenkameras die Umgebung erfasst wird - dazu zählen Hände wie Personen.

Um die Präzision zu demonstrieren, nutzte Intel ein in der virtuellen Szene integriertes Röntgengerät, was offenlegte, dass jedes einzelne Fingerglied per Tracking abgebildet wird. Unserem Eindruck nach klappte das besser als mit Leap Motion. Abseits von einfacher Interaktion wie dem Umlegen eines Hebels ermöglicht Project Alloy auch komplexere Dinge: Ein Bündel Dollarnoten in der Hand wird so zum Werkzeug, um einen rotierenden Metallzylinder zu bearbeiten, ähnlich wie bei einer echten Töpferscheibe. Project Alloy wird kein kaufbares Headset, sondern soll 2017 als offene Plattform verfügbar werden. Parallel dazu will Intel im zweiten Halbjahr 2016 das Realsense-API für Entwickler öffnen und in Realsense 400 ausliefern. Die Tiefenkamera soll doppelt so viele 3D-Punkte erfassen und mehr als die doppelte Reichweite liefern. Neu ist auch das Euclid Developer Kit für Roboter, was eine Realsense-Kamera samt Atom-Chip und Software beinhaltet.

Intels Partner Microsoft kündigte auf der Keynote an, dass kommendes Jahr alle Windows-10-Systeme per Update eine Hololens-Shell erhielten. Noch davor, im Dezember 2016 auf der Winhack-Messe, will Microsoft das Spec Release v1 für Win10 und Head-mounted Displays veröffentlichen.Die Finanzierungskampagne für das drahtlose Headset ELWN Fit ist beendet: Die Macher konnten über das Siebenfache der angestrebten Finanzierungssumme sammeln. Nach der Kampagne lassen sich die Kopfhörer weiterhin bestellen - zu einem etwas höheren Preis. Das Startup ELWN hat für seine drahtlosen Kopfhörer mit Headsetfunktion Fit insgesamt 366.065 US-Dollar gesammelt. Angestrebt hatten die Macher 50.000 US-Dollar, ein Ziel, das bereits zwölf Stunden nach dem Start der Kampagne erreicht war. Insgesamt 2.638 Personen haben die mittlerweile beendete Kampagnen auf Kickstarter unterstützt.

ELWN Fit besteht aus zwei drahtlosen Ohrsteckern, die auch untereinander nicht verbunden sind. So ergibt sich für den Nutzer eine gute Bewegungsfreiheit, da kein Kabel stören kann. Die Fit-Stecker können dank eingebautem Mikrofon auch als Headset verwendet werden.Die Akkulaufzeit hat ELWN im Vorfeld mit 3,5 Stunden angegeben - das ist immer noch nicht besonders viel, allerdings wäre es merklich mehr als etwa bei Samsungs aktuellen drahtlosen Ohrstöpseln Gear IconX. Für seine Fit-Kopfhörer legt ELWN allerdings eine clevere Auflademöglichkeit für unterwegs bei.Geht unterwegs die Akkuladung zur Neige, kann der Nutzer die beiden Ohrstöpsel mit einem Mikro-USB-Kabel miteinander verbinden. In der Mitte des Kabels ist ein weiterer Akku eingebaut, der die Laufzeit auf insgesamt 6,5 Stunden erhöht.

Um den Halt der Kopfhörer anpassen zu können, stehen dem Nutzer der ELWN Fit insgesamt 48 verschiedene Stöpsel und Flügel zur Verfügung. Das ist mehr als bei den meisten Konkurrenten.In der Kickstarter-Kampagne waren die Kopfhörer teilweise ab 90 US-Dollar zuzüglich Versandkosten erhältlich. Auch nach Ablauf der Finanzierung ist ELWN Fit über Indiegogos Indemand-System bestellbar: Hier kosten die Kopfhörer jetzt 130 US-Dollar. Kickstarter-Unterstützer sollen ihre Ohrstöpsel noch im Oktober 2016 erhalten, wer sich die Kopfhörer jetzt bestellt, soll sie voraussichtlich im Dezember bekommen.

Das Avegant Glyph ist das erste Retina-Display: Die Videobrille mit eingebauten Kopfhörern projiziert das Bild nämlich mit zwei Projektoren direkt auf die Netzhaut. Golem.de hat sie ausprobiert, mit ihr gespielt, gesurft und Serien geguckt.
Mit dem Avegant Glyph auf dem Kopf - oder besser vor den Augen - könnten wir glatt als Double des Chefingenieurs der USS Enterprise, Geordi La Forge, durchgehen. Zumindest sieht die Videobrille dem Visor des Star-Trek-Charakters recht ähnlich. Dass Blinde wieder sehen können, schafft das Glyph aber nicht. Trotzdem ist es technisch interessant, denn das Head-mounted Display stellt das erste - nun ja - echte Retina-Display in einem Consumer-Produkt dar: Das Bild wird direkt auf die Netzhaut projiziert. Auf den ersten Blick wirkt das Glyph wie ein etwas größerer Kopfhörer, im Kopfbügel sind aber zwei kleine Projektoren eingebaut: Diese lösen mit 1.280 x 720 Pixeln auf und sind wie gewöhnliche DLP-Projektoren aufgebaut - nur etwas kleiner: Eine Low-Power-LED strahlt durch mehrere Linsen auf das DMD, ein aus mehreren Millionen kleinen Spiegeln bestehendes Array. Das reflektierte Licht geht durch weitere Linsen und wird in das Auge projiziert. Der Nutzer sieht das Bild.

Das mag ein wenig so klingen, als wäre es unangenehm, wenn direkt in das Auge gestrahlt wird. Allerdings fühlt sich die Projektion nach etwas Eingewöhnung erstaunlich natürlich an. Weder Kopf- noch Augenschmerzen beklagten wir, selbst nach mehreren Stunden mit dem Glyph auf der Nase.Bevor das Glyph genutzt werden kann, muss es richtig eingestellt werden, damit auch wirklich der gesamte Bildschirminhalt zu sehen ist. Mit verschiedenen Nasenhalterungen und Abständen zum Auge sollte experimentiert werden. Die Schärfe einzustellen, ist kein Problem: An der Linse kann zwischen +1 und -7 Dioptrien scharf gestellt werden - eine Brille passt nämlich nicht zwischen Glyph und Auge.

Leider hatten vereinzelte Redakteure in unserem Test Probleme, das gesamte Bild zu sehen: Je nach Kopf- und Augenform kann es nämlich sein, dass nur ein Bild mit einer leichten Vignettierung zu sehen ist und nicht der komplette Inhalt. Das ist vor allem störend, wenn sich Dinge nicht in der Bildmitte abspielen, etwa bei Menüs von Spielen.Wird die blinkende LED als Programmierübung zu langweilig, lohnt ein Griff zu einem Roboterkit. Wir haben uns drei Modelle für Kinder und Jugendliche angeschaut. Dabei zeigte sich, dass Spielzeug aus Plastik nicht unbedingt schlechter als ein Holz- oder Metallbaukasten sein muss. Ob Arduino oder Raspberry Pi: Kleine Programme, um LEDs anzusteuern und Sensoren auszuwerten, sind schnell programmiert. Doch ohne ein Ziel leidet schnell die Motivation und nicht jede Bastelinstallation ist gleichzeitig kinderzimmertauglich und mit den Nerven der Eltern kompatibel. Programmierbare Roboter bieten einen praktischen Ausweg, idealerweise taugen sie als lehrreiches Spielzeug ebenso wie als spielerisches Experimentierlabor. Deshalb haben wir uns drei aktuelle Roboter und die dahinterstehenden Konzepte näher angeschaut und wollten wissen, ob sie die doppelte Rolle als Lern- und Spielzeug erfüllen können.

Der BQ Zowi, der Mirobot und der Makeblock mBot Ranger unterscheiden sich zwar optisch deutlich voneinander, ihre Elektronik und ihre Programmierung basieren aber auf der Arduino-Architektur. Damit einher gehen auch quelloffene Programme. Aus Nutzersicht besteht dann allerdings das Risiko, dass sich der Hersteller auf die Arduino-Community verlässt und kein oder nur sehr reduziertes eigenes Lehrmaterial für seinen Roboter bereitstellt. Auch darauf haben wir geachtet. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Hersteller die Roboter auch explizit als Lehrwerkzeug vermarkten.Der BQ Zowi wirkt mit seinem türkisfarbenen Kunststoffgehäuse auf den ersten Blick wie ein typischer, ferngesteuerter Spielzeugroboter. Ein Ultraschallsensor fungiert gleichzeitig als Augenpaar - die Niedlichkeitsausstrahlung verfehlt ihren Zweck in der Redaktion nicht: Die Kollegen jeglichen Alters widmen ihm sofort ihre Aufmerksamkeit.

Per Knopfdruck schalten wir ihn ein. Sein Mund leuchtet auf, eine Matrix mit 64 LEDs. Über zwei weitere Knöpfe können wir eines von drei vorinstallierten Programmen starten. Mit dem Tanzprogramm zeigt der Zowi die Beweglichkeit seiner Beine. Beim Hindernis-Ausweichen läuft er herum und versucht, mit seinem Ultraschallsensor Hindernisse zu erkennen und ändert entsprechend seinen Kurs. Beim dritten Programm reagiert der Roboter über ein Mikrofon auf Geräusche und tanzt kurz bei Klatschgeräuschen.Schon beim einfachen Herumtanzen auf dem Tisch zeigt sich, dass der Zowi robust ist und kräftige Servos besitzt. Das unterscheidet ihn durchaus von seinen Vorbildern: Das Design des zweibeinigen, laufenden Roboters mit vier Servos als Antrieb wurde in den vergangenen zwei Jahren in der 3D-Drucker-Community populär. Seine Kameraden zum Selbstdrucken und Bauen sind aber kleiner und schwächer ausgelegt.

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Als Nächstes installieren wir die Zowi-App auf unserem Smartphone, derzeit gibt es sie nur für Android. Die Verbindung mit dem Roboter erfolgt ohne Schwierigkeiten per Bluetooth. Über die App können wir den Roboter klassisch fernsteuern und Spiele mit ihm spielen. Mit der Fernsteuerung können wir Zowi nicht nur hin und her scheuchen, sondern auch vorprogrammierte Bewegungsabläufe wie Mundausdrücke aufrufen - doch diese gilt es zuerst freizuschalten.An dieser Stelle kommt der pädagogische Ansatz ins Spiel. Zum Freischalten müssen wir verschiedene, frei wählbare Kurse durchlaufen. Sie sind in der App aufgelistet, der eigentliche Wissensinhalt wird aber über eine verlinkte Webseite angezeigt. Darin werden mit Texten, Bildern und gelegentlichen Videos die grundsätzlichen Eigenschaften eines Roboters, seiner Elektronik und der Programmierung erläutert. Zurück in der App müssen wir dann Fragen zum jeweiligen Kursinhalt beantworten. Waren die Antworten richtig, erhalten wir zusätzliche Steuerungsoptionen.

Die App wie auch die Kurstexte sind auf Deutsch, allerdings hat die Lokalisierung nicht überall korrekt geklappt. Die Mehrzahlbildung in der App ist manchmal merkwürdig, und in den Kurstexten stehen teilweise spanische Originalabschnitte zwischen den deutschen Absätzen.Schließlich gibt es in der App noch einen einfachen Programmiermodus. Darüber können Bewegungsabläufe in eine Liste eingefügt und abgespielt werden. Nachdem wir uns so mehrere Stunden mit dem Zowi beschäftigt haben, heult er allerdings erst einmal auf und die App meldet uns einen niedrigen Akkustand. Über einen Mikro-USB-Anschluss laden wir den 4.040-mAh-Akku wieder auf.Bespielt wird das Glyph per Micro-HDMI-Kabel, ein solches wird mitgeliefert. Damit kann entweder ein PC, Laptop oder mit Hilfe eines Adapters auch ein Smartphone angeschlossen werden. Eine zusätzliche Software wird nicht benötigt, das Glyph wird wie ein Monitor erkannt. Besonders praktisch ist das Abspielen vom Smartphone, wenn unterwegs - im ICE oder im Flugzeug - ein Film oder eine Serie angeschaut werden soll. Dafür eignet sich das Glyph nämlich sehr, besonders da 3D unterstützt wird.

Das Glyph schottet einen so sehr von der Außenwelt ab, dass man sich voll auf den Inhalt konzentrieren kann. Allerdings ist man nicht ganz abgeschnitten von seinem Umfeld: Wer nach oben oder unten schaut, bekommt auch mit, was um einen herum passiert. Oder kann ganz einfach nach dem Controller beim Spielen oder einem Glas Wasser greifen.Beim Spielen fällt auch die sehr gute Bildqualität auf: Pixel sind nicht zu sehen und die Farbdarstellung gefällt uns sehr. Wer das Glyph in einem komplett Gut gefallen haben uns ebenso die eingebauten Kopfhörer, sie können mit Modellen im Preisbereich über 100 Euro mithalten. Tasten zur Regelung der Lautstärke und Helligkeit, dem Aktivieren der 3D-Funktion und dem noch in der Beta befindlichen Head-Tracking sind an den Seiten der Kopfhörer zu finden. Praktisch ist die Taste, die einen Testbildschirm anzeigt. So kann die Position der Brille schnell nachreguliert werden.

Im Alltag beim Spielen von Rocket League und Filmschauen hält der fest eingebaute Akku des Glyph rund drei Stunden, viel länger kann es sowieso nicht getragen werden, da es mit einem Gewicht von 480 Gramm recht schwer auf der Nase liegt. Es gibt zwar ein optionales Kopfband zur Entlastung der Nase, allerdings hilft dieses nur wenig.Das Avegant Glyph kann derzeit nur in den USA bestellt werden, nach Deutschland wird die Videobrille nicht geliefert. Sie kostet 600 US-Dollar, je nach US-Bundesstaat kommen noch Steuern hinzu.Das direkte Projizieren auf die Netzhaut klingt etwas futuristisch, funktioniert beim Avegant Glyph aber erstaunlich gut. Weder sind Pixel trotz niedriger Auflösung zu sehen, noch wirken die Farben blass. Allerdings sieht nicht jeder den kompletten Bildschirminhalt.

Die Zwangspause nutzen wir für einen tieferen Blick in die Verpackung. Darin befindet sich noch eine kleine Box. Sie enthält zu unserer Überraschung nicht nur die Anleitung und Aufkleber zur Verzierung des Roboters, sondern auch Werkzeug und eine Anleitung zum Zerlegen des Zowi. Mit Hilfe des beiliegenden Schraubendrehers kann der Zowi vollständig zerlegt und wieder zusammengesetzt werden. So kann der Roboter auch erweitert werden.Das Standardgehäuse bietet für weitere Bauelemente allerdings keinen Platz. Doch alle Teile stehen unter einer Open-Source-Lizenz und anpassbare CAD-Dateien stehen zum Download zur Verfügung. So können eigene Gehäuseteile per 3D-Drucker hergestellt werden.

Auch die einzelne Elektronikplatine als Herz des Roboters erlaubt eigene Ergänzungen oder Umbauten per Steckverbindung. Technisch basiert sie auf einem Arduino Uno mit zusätzlicher Akkuladeschaltung. Auf der Platine sind die digitalen GPIO-Pins aber zum Teil schon durch die serielle Verbindung zum Bluetooth-Modul, den Tastern und den Buzzer belegt. Die übrigen Pins, inklusive der Servoansteuerung, sind lediglich gesteckt, diese Pins können zu eigenen Zwecken verwendet werden. Auch die analogen Eingänge des Arduino A1-A5 sind als Pins verfügbar.

Auf die Programmierbibliotheken sind wir gestoßen, als wir uns die Online-IDE des Herstellers für den Zowi anschauten. Damit kann der Mikrocontroller des Roboters programmiert werden, entweder per Code-Eingabe oder grafischem Drag'n'Drop-Editor. Zum Einsatz kommt dabei der Arduino-Sprachdialekt. Die beiden Eingabemethoden sind synchronisiert und lassen sich parallel benutzen, das können die wenigsten grafischen Arduino-Editoren.Allerdings ist die Nutzung mit Hindernissen verbunden. Der Editor läuft nur unter Chrome und erfordert ein 80 MByte großes Plugin - das stellt nicht nur die Verbindung zum per USB angeschlossenen Zowi her, sondern enthält auch die notwendigen Kompilerwerkzeuge.Merkwürdigerweise begrüßt uns die Editor-Webseite erst einmal auf Spanisch, erst nachdem wir uns registriert haben, können wir die Sprache auf Deutsch ändern. Die Übersetzung der IDE ist brauchbar, hält aber einen Schmunzler bereit: Wer mit Objekten und Klassen operieren will, findet sie im Menüpunkt Unterrichtseinheiten.

Der Editor bindet die Bibliotheken für den Zowi automatisch ein. Sie kapseln viele Funktionen zum Umgang mit dem Zowi. Abseits der sprechenden Namen der Funktionen im grafischen Editor fehlt es aber an Dokumentation. Das gilt leider auch für die Nutzung der Bluetooth-Verbindung. Erfahrene Nutzer können sich durch den Quellcode der quelloffenen Bibliotheken arbeiten, Anfänger dürften eher frustriert werden.Der Gegenentwurf zum niedlichen Zowi ist der eher martialisch wirkende mBot Ranger von Makeblock. Mit dem Baukasten kann nicht nur ein Modell mit Kettenantrieb gebaut werden, sondern auch ein aufrecht stehendes, zweirädriges Modell oder der Roboterklassiker mit zwei Antriebsrädern und einem Stützrad.

Der Begriff Baukasten ist hier richtig gewählt, das Chassis besteht aus stabilen Aluminiumelementen, die beliebig verschraubt werden können. Leider sind nur elf Alubauelemente enthalten, sie sind aber kombinierbar mit den Bauelementen von anderen Baukästen des Herstellers und können auch einzeln nachgekauft werden. Es lohnt aber auch ein Blick in die bestehende Spielkiste oder den lokalen Spielzeughandel: Die Lochdurchmesser der Bauelemente sind weitgehend kompatibel mit den Bauteilen in den Metallbaukästen zum Beispiel von Meccano und Eitech, leider gilt das nicht für die Lochabstände.Wir bauen zuerst das Kettenmodell. Eine farbige, bebilderte Aufbauanleitung wie auch beiliegende Schraubenschlüssel und Schraubendreher helfen dabei gut. Der Bau erinnert uns tatsächlich an frühere Zeiten mit dem Metallbaukasten - und wie mühselig eigentlich das Geschraube war. Nichtsdestotrotz dauert der Zusammenbau nur gut 15 bis 20 Minuten. Die Konstruktion aus verwindungssteifen Metallteilen und Schraubverbindungen ist äußerst robust. Die beiden anderen Modelle erfordern eine ähnliche Baudauer.

Angst um verloren gegangene Schrauben muss niemand haben, gleich welches Modell gebaut wird, es bleiben immer einige übrig. Sollten trotzdem neue notwendig sein, reicht ein Besuch im Baumarkt, es handelt sich um klassische M4-Schrauben. Merkwürdig ist allerdings, dass der Hersteller vier verschiedene Längen (8 mm, 10 mm, 14 mm und 25 mm) verwendet, aus unserer Sicht hätte die Kombination aus 10 mm oder 12 mm und 25 mm vollkommen ausgereicht.Die Steuerungselektronik befindet sich in einem ebenfalls verschraubbaren und recht großen Plastikgehäuse. Die Technik basiert auf dem Arduino Mega, zusätzlich befinden sich auf der Platine ein Mikrofon, ein Buzzer, zwei Lichtsensoren, ein Gyroskop, ein Temperaturmesser und ein Ring von mehrfarbigen LEDs, die Fernsteuerung erfolgt per Bluetooth-Modul. Die dem Kasten beiliegenden Sensoren für die Entfernungsmessung per Ultraschall und zur Linienverfolgung werden über RJ25-Stecker verbunden. Die beiden Getriebemotoren mit optischen Encodern werden über eher fummelige, kleine Stecker angeschlossen.

Die Stromversorgung erfolgt über sechs AA-Batterien. Leider ist der Batteriehalter in allen drei Modellen kaum von außen zugänglich, ein Batterietausch erfordert Schraubarbeit. Allerdings halten die Batterien recht lange durch, wie wir später feststellen.Schließlich schalten wir unser Kettenfahrzeug ein, dazu dient ein Schalter auf der Steuerplatine. Um es zu steuern, installieren wir die Makeblock-App auf unserem Smartphone, Android und iOS werden unterstützt. Die Verbindung des Roboters per Bluetooth mit dem Smartphone klappt sofort.Die App erlaubt lediglich die Fernsteuerung des Roboters. Es gibt allerdings keine vorgegebene Bedienoberfläche, sondern wir können als Projekt einen eigenen Steuerungsbildschirm aus Widgets für die Steuerung und die Sensoren festlegen. Auf den ersten Blick wirkt es wie eine Spielerei. Mit der Zeit ziehen wir aber Nutzen daraus: Wir verfolgen zielgerichtet Sensorwerte und lösen Aktoren aus - ohne dabei von einer überfrachteten Oberfläche abgelenkt zu werden.

Unabhängig davon stehen auch vordefinierte Programme zur Hindernisvermeidung und zur Linienverfolgung bereit. Für Letzteres liegt auch ein A3 großes Plakat mit einem einfachen Kurs bei. In einer App-Version für Tablets namens MakeblockHD steht zusätzlich auch eine IDE zur Drag'n'Drop-Programmierung zur Verfügung.Beim Herumfahren merken wir, dass der Ranger bulliger wirkt, als er tatsächlich ist. Leider fehlt es den Motoren an Drehmoment, der Roboter scheitert trotz der Ketten schon beim Übersteigen kleinerer Hindernisse. Positiv ist allerdings, dass die Elektronik die Motoren bei Überlastung abschaltet, das spart Batteriekapazität und erhöht die Nutzungsdauer.

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  Blog créé le 25-06-2016 à 04h02 | Mis à jour le 21-01-2017 à 07h00 | Note : Pas de note